Pressemitteilung „Fischsterben in der Schwarzen Elster“: Versäumnisse der Landesbehörden und ihre Folgen

Seit Anfang dieser Woche ist an der Schwarzen Elster ein Fischsterben zu beobachten. Messungen der Unteren Fischereibehörde im Landkreis Elbe-Elster ergaben, dass der pH-Wert im Wasser bei 4,5 liegt. Ein Leben unter der Wasseroberfläche ist so nicht mehr möglich. Nach Auskunft der zuständigen Behörden des Landkreises Elbe-Elster deutet alles darauf hin, dass das Fischsterben durch die Einleitung sauren Grundwassers im Zuge der Baumaßnahme der EUGAL-Erdgastrasse versursacht wird.

Genehmigt im Rahmen eines Planstellungsverfahrens vom Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg, zeigt sich nun, wie verheerend sich Fehleinschätzungen für unsere heimischen Tierarten auswirken können. Auch FFH-relevante Fischarten wie Rapfen und Bitterling fallen nun dem giftigen Wasser zum Opfer.

Es muss gehandelt werden

Des Weiteren wurden leider für den Fall eines Niedrigwassers in der Schwarzen Elster von den zuständigen Behörden trotz vieler Hinweise lokaler Institutionen keine ausreichenden Vorkehrungen getroffen. Die Einleitungen des verunreinigten Grundwassers müssen dringend gestoppt werden bzw. eine Einleitung darf erst wieder erfolgen, wenn durch Maßnahmen sichergestellt ist, dass keine weitere Versauerung eintritt.

Der Landesanglerverband Brandenburg als Pächter der Fischereirechte kann nur daran appellieren, unverzüglich Maßnahmen in Gang zu setzen, um diese ökologische Katastrophe für das Gewässer zu beenden.

Ansprechpartner:

Andreas Koppetzki
Hauptgeschäftsführer des Landesanglerverbandes Brandenburg e.V.
Tel.: 0173/8771709
E-Mail: a.koppetzki@lavb.de

Pressemitteilung, Potsdam  3. Juli 2019

© Foto: Reiner Horn
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