Was war denn das für ein superheißer Sonntag am 28. Juni 2026, zwischen 38 und 40 Grad? Das Team des Landesanglerverbandes Brandenburg e.V. (LAVB) hatte den Mut, seine Angelveranstaltungen am Sacrow-Paretzer-Kanal trotz der angekündigten Hitze durchzuführen. Das Senioren-Feederangeln und das Angeln der Damen fanden somit unter erschwerten Bedingungen statt.
Beim Feederangeln wird vor dem Haken mit einem zum Beispiel eingehakten Maiskorn ein Gitterkörbchen montiert, das mit einem speziell klebenden Feederfutter befüllt wird. Bei dieser Methode ist die Anfütterung immer in der Nähe des Hakens, egal, wo man diese Montage ins Wasser fallen lässt. 29 motivierte, spezialisierte Seniorenangler und eine freiwillig entschlossene Anglerin hatten schließlich den Weg zum Organisationsbüro zu den wartenden Thomas Wludarczyk und Martina Dalichow gefunden, bei dem sich dann auch 19 dem Angeln verbundene Mädchen und Damen zu ihrer Veranstaltung einfanden einfanden.
Unsere Hochachtung gilt allen Anwesenden, die ihre Leidenschaft auch bei solch einem Wetter ausleben – mit ihrer Lieblingsangelmethode, wie dem Stipp- oder verkürzten Angeln, der Bolo-Rute oder der Feeder-Rute. Für die Mädchen und Damen gab es keine Vorgaben, da alle Angelmethoden erlaubt waren. Vor der Eröffnung kam auch für die Verantwortlichen die Frage auf, wie lange die aktive Angelzeit denn sein sollte. Die Antwort der Mehrheit war überwältigend: Vier Stunden, ohne Wenn und Aber.
Während der Angelzeit versäumten die Veranstalter und deren Helfer des Landesanglerverbandes nicht, in kurzen Abständen die Strecke zu begehen. Zwischendurch kam es zu einem Bollerwagen-Einsatz. In diesem befanden sich in einer großen Box vorgekühlte Getränke. Aber auch heißer Kaffee mit Milch und Zucker wurde je nach Belieben an den Plätzen verteilt. Interessante Einblicke erhielt man bei Unterhaltungen zwischen benachbart sitzenden Anglerinnen, wo man zum Beispiel hörte: „Ich möchte nur angeln!“ oder „Ich möchte Fische fangen!“ Eine junge Teilnehmerin berichtete auf die Frage, wie sie zu dem Hobby Angeln gekommen ist: „Mein Opa und mein Vater sind schuld!“
Wir mussten leider feststellen, dass die Population der invasiven Schwarzmundgrundel reichlich zugenommen hat. Der größte Teil der gefangenen Fische gehörte dieser Art an. Im Gesamtergebnis beider Veranstaltungen konnten knapp 53 Kilogramm Fisch gefangen werden. Erstaunlich war, dass die mit weniger Teilnehmerinnen angetretenen Mädchen und Damen mehr fingen als die erfahrenen Senioren. Auch in diesem Jahr nahmen die älteste Teilnehmerin, Kornelia mit 70 Jahren, und die jüngste, Carolin mit 11 Jahren, einen kleinen Pokal entgegen.
Diese Veranstaltungen sind für unsere. Viel Herzblut der ehrenamtlichen Helfer steckt in der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung. Macht also mit und nehmt teil an zukünftigen Veranstaltungen. Hier könnt Ihr Euch zu den Veranstaltungen des Landesanglerverbandes Brandenburg e.V. anmelden.







Text und Fotos: Michael Dalichow, Referat Angeln des Landesanglerverbandes Brandenburg e.V.





