Heute ist der „Tag der Fische“. Dieser Tag ist nicht nur eine Hommage an die Artenvielfalt unter Wasser, sondern soll auch dazu anregen, mehr über die Bedeutung gesunder Gewässer für Natur und Mensch zu erfahren. Denn Fische sind nicht nur wichtige Glieder im ökologischen Gleichgewicht – sie sind auch Kulturgut, Lebensgrundlage und Teil regionaler Identität. In Brandenburg sind über 50 Fischarten zu Hause – darunter Karpfen, Hecht, Zander, Wels, aber auch bedrohte Arten wie der Schlammpeitzger oder die Karausche.
Der Landesanglerverband Brandenburg e.V. (LAVB) setzt sich dafür ein, die Lebensgrundlage unserer heimischen Fischarten zu schützen. Mit Wiederansiedlungsprogrammen wie für den Atlantischen Lachs und die Meerforelle in der Stepenitz, der „Flusslandschaft der Jahre“ 2024/25, sollen verschwundene Fischarten wieder in unsere Gewässer zurückkehren und mit Besatzmaßnahmen wie für den Europäischen Aal sollen vom Aussterben bedrohte Arten erhalten werden.
Eine große Gefahr für alle Fische ist der Kormoran. Ein einzelnes Tier frisst durchschnittlich 450 bis 800 Gramm pro Tag. Das entspricht 1,2 bis 2,5 Tonnen Fisch in Brandenburg, die täglich durch Kormorane gefressen werden. Auch Umweltverschmutzung und die fehlende Durchgängigkeit vieler Gewässer machen es unseren heimischen Fischarten schwer.
Hintergrund
Der „Tag der Fische“ am heutigen 22. August macht jedes Jahr auf den Artenschutz der Fische in Meeren, Flüssen und Seen aufmerksam. Der Aktionstag soll vor allem für den Schutz von besonders bedrohten Fischarten sensibilisieren. Der Klimawandel, aber auch die Verschmutzung des Wassers oder bauliche Veränderungen, erschweren den Fischen weltweit das Leben. Besonders starke Auswirkungen auf den Fischbestand haben Überfischung, fischfressende Tierarten, Flussverbauungen und Schadstoffbelastungen.
Foto: Olaf Lindner / DAFV





