Kinder zu begeistern, sie mitzunehmen und ihnen Neues zu vermitteln, ist nicht immer ganz einfach. Dafür diente auch in diesem Jahr wieder das Feriencamp des Landesanglerverbandes Brandenburg e.V. (LAVB). Gleich am ersten Tag führten wir zunächst eine Wald- und Seenrallye durch. Dabei hatten die Kinder die Möglichkeit, sich untereinander kennenzulernen. Nach einigen individuellen Angelrunden an den angrenzenden Seen konnten wir den Kindern in diesem Jahr das professionelle Fischfangen näherbringen. Dazu erklärte Michael Jüling, hauptamtlicher Mitarbeiter für Gewässerwirtschaft im LAVB, der erstmals beim Camp dabei war, den Kindern Sinn und Zweck von Netzen und Reusen. Im Anschluss fanden sich die interessierten Kinder zusammen, um die Netze und Reusen auszubringen.
Bereits am nächsten Tag konnten die Fänge in den Netzen bestaunt werden. Da sich darunter auch zahlreiche große Bleie befanden, wurden diese gereinigt und ausgenommen. Den jungen Anglern konnte anschließend die Anatomie der Fische erklärt werden. Die in den Netzen gefangenen Karpfen wurden wieder in das Gewässer zurückgesetzt. So konnten wir den Kindern das Besatzfischen und einen Teil der Arbeit eines Berufsfischers näherbringen – sehr zur Freude und Begeisterung der Nachwuchsangler. Außerdem besuchten wir den „Falkenhof“ in Potsdam. Dort konnten die Kinder viel über Greifvögel erfahren. Es war eine sehr schöne, informative und anschauliche Vorführung. Natürlich war, wie in jedem Jahr, der Besuch des Forellenteichs in Niemegk das große Highlight. Bevor die Kinder allerdings selbst die Angel schwingen konnten, brachte ihnen Frank Gragert das Fliegenfischen in Theorie und Praxis näher.
Ebenfalls mit viel Freude bereiteten einige Jungangler aus ihren Fängen ein leckeres Abendessen zu. Um den anwesenden Nachwuchsanglern auch außerhalb des praktischen Angelns interessantes Wissen zu vermitteln, hatten wir Besuch von der Polizei. Dabei gab es neben fachspezifischen Hinweisen auch allgemeine Informationen zu Verstößen gegen geltende Gesetze. Da die Temperaturen nicht zu jeder Zeit einen Aufenthalt im Freien zuließen, wurde mit den Angelnovizen eine kleine Fischereischeinprüfung durchgeführt. Die Kinder hatten außerdem die Möglichkeit, ihre ganz persönliche Angelgeschichte zu Papier zu bringen. Darüber hinaus wissen die Jungangler nun alles Wissenswerte über ihren Köder – den Regenwurm.
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben, dass dieses Camp wieder ein schönes Erlebnis geworden ist. Insbesondere die Disziplin der Kinder ist hervorzuheben. Und wer weiß – vielleicht sieht man sich im nächsten Jahr wieder. Der Termin steht bereits fest und wird im November auf der Homepage des Landesanglerverbandes Brandenburg e.V. sowie in der Ausgabe 1-2027 des „Märkischen Anglers“ bekannt gegeben.











Text und Fotos: Ines Krieg





